Deutsche Meisterschaften Elite 2019

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Ein wahres Wechselbad der Gefühle durchlebten die Elitemannschaften des VfH-Worms bei den Deutschen Hallenradsportmeisterschaften am vergangenen Wochenende in Moers.
Während sich die beiden Kunstradvierer Silber und Bronze holten und der erste Vierer erstmals in der Vereinsgeschichte das WM-Ticket löste, lief es für den Titelverteidiger im Sechser Kunstradfahren gar nicht rund, es blieb der bittere vierte Platz.
Nachdem sich beim Deutschlandpokal vor wenigen Wochen in Sulzbach die Sechsermannschaften aus Steinhöring und Worms ein packendes Duell geliefert hatten, sah es auch bei der DM so aus, als ob es im Kampf um den DM-Titel ganz eng zwischen den beiden Teams zugehen würde. Steinhöring legte in Moers mit einer sauberen Kür gute 171,26 Punkte vor. Eine Punktzahl, die für die als letztes startende Wormser Mannschaft eigentlich schlagbar ist. Doch schon in der ersten Minute unterlief den Wormserinnen der erste Fehler. Kurzzeitig schien sich das Team danach wieder gefangen zu haben, doch etwa in der Mitte des Programms kam das Sextett dann völlig aus dem Tritt und gleich mehrere Übungen gingen zu Bruch. Mit 124,01 Punkten rutschte das Team mit Lisa Born, Hannah Rohrwick, Jessica Neurohr, Sabrina Born, Annika Furch und Nora Erbenich schließlich komplett aus den Medaillenrängen und kam auf den bitteren vierten Platz.
Im Vierer Kunstradfahren war der VfH mit zwei Mannschaften am Start. In der Vorrunde ging es für den ersten Kunstradvierer neben der Qualifikation für das abendliche Finale zusätzlich um das WM-Ticket. Nach sechs von sieben Durchgängen lag das Wormser Quartett leicht vor den amtierenden Weltmeisterinnen aus Steinhöring. Mit einer sauber durchgefahrenen Kür kam die Mannschaft mit Sabrina Born, Hannah Rohrwick, Annika Furch und Nora Erbenich auf 207,91 Punkte und schaffte es damit das begehrte WM-Ticket erstmals in der Vereinsgeschichte nach Worms zu holen. Ebenfalls eine wunderbare Kür zeigte die zweite Mannschaft mit Lisa Schön, Lena Seibel, Laura Kilian und Jessica Neurohr, die sich mit Punkten für das abendliche Finale der besten vier qualifizierte.
Im Finale steigerte sich die zweite Wormser Mannschaft dann noch einmal und legte mit 177,48 Punkten ein Ergebnis vor, dass die zweite Steinhöringer Mannschaft nicht überbieten konnte. Die umjubelte Bronzemedaille war dem Quartett damit nicht mehr zu nehmen. Der erste Vierer schaffte es nach einem nervenaufreibenden Tag im Finale nicht mehr ganz die Leistung der Vorrunde abzurufen, mit 190,24 Punkten sicherten sie sich hinter der ersten Mannschaft aus Steinhöring (199,41) den Vizetitel.
Am Samstag komplettierte der Einradvierer mit Lena Seibel, Jessica Neurohr, Lisa Schön und Lea Seibert die VfH Starts. In einem engen Starterfeld schaffte es das junge Quartett in seinem ersten Elitejahr mit der nationalen Spitze auf Augenhöhe zu fahren. Sie zeigten eine ruhige Kür, ließen allerdings wegen nicht vollständig gezeigter Doppelrunden einige Punkte liegen. Bei harter Wertung kamen sie mit 140,06 Punkten auf Platz sechs und lagen damit nur einen Hauch entfernt von den Medaillenrängen.

Hallenradsport in Worms